Es gibt Ice, Ice, Baby!

Eis_1
Denen schmeckt's: Luis (rechts) und Noah (Mitte) genießen das Eis von Angelo Bianchi.


Eis_2An einem warmen Sommertag gibt es kaum etwas Erfrischenderes als Eis. Während man früher meist nur zwischen Erdbeer, Schokolade und Stracciatella wählen konnte, hat sich die Angebotspalette in den  Eisdielen inzwischen deutlich verbreitert. Darunter so exotische Sorten wie Paprika, Krokant mit Rum oder Kaugummi-Bubble Gum– eine kulinarische Herausforderung für die Macher wie auch die Kunden im badischen Städchen  Lahr.
Das Eiscafé  La Piazza (Friedrichstraße 5) etwa punktet mit Zitrone-Salbei, Joghurt-Feige und Sachertorte. Ein echter Renner sei – besonders bei den Frauen –Joghurt-Holunder, sagt Chef Angelo Bianchi. Alle Sorten stammen aus der eigenen „Eisschmiede.“ „Man muss sich von den anderen Eisdielen in Lahr unterscheiden“, begründet Bianchi seine Experimentierfreude. Der Italiener hat den Ehrgeiz, jede Woche eine neue Geschmacksrichtung zu entwickeln. „Wenn ich kreiere, darf mich keiner stören, sonst werde ich sauer“, lacht er. Der leidenschaftliche Koch ist stolz auf sein Talent, ungewöhnliche Zutaten miteinander zu kombinieren, was sonst keiner machen würde. Wodka-Lemon, Pfirsich, Schokolade verfeinert mit Chili, Wasabi oder Rosmarin sowie Campari-Orange sind Rezeptideen, die demnächst in der Kühltheke zu finden sein werden. Doch auch Eis mit Gorgonzola oder Fetakäse mit Gurke sind für den einfallsreichen Cafébesitzer nicht abwegig. „Essen muss Spaß machen, muss spielerisch sein“, ist er überzeugt. „Wenn etwas nicht läuft, schmeiße ich es wieder aus dem Programm“, sagt er. Etwa Ananas und After Eight. Die seien bei den Lahrer gar nicht gut angekommen. Bianchi, der auf Nachfrage gerne erklärt, auswelchen Komponenten ein Eis besteht, ist auch offen für Anregungen aus den Kundenreihen. Doch egal, für welche Geschmackrichtung man sich entscheiden. Der Kreateur verweist darauf, dass er nur frische und hochwertige Zutaten verwendet. Für das Sachertorten-Eis liefert beispielsweise ein Konditor extra den Biskuit. Künstliche Zusatzstoffe? Fehlanzeige! Für einen Euro pro Kugel weiß der Käufer also, was er in seiner Waffel hat.

Eis_3

Eis_4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ein echtes Paradies für Fußballfans ist die Eisdiele Crema Caffe & Gelato (Marktstraße 31), die zurzeit die brasilianische Frucht Goiaba in Kombination mit Erdbeere anbietet. Auch Acerola mit Ingwer vermittelt einen exotischen Geschmack von Südamerika. Selbst ein typisches Getränk aus Brasilien ist in gefrorener Konsistenz zu haben. „Ein Bekannter hat mir erzählt, dass dort Papayafruchtsaft mit Cassis-Likör in den Bars serviert wird“, sagt Tonini Cristian. „Da bin ich auf die Idee gekommen, aus dieser Rezeptur Eis zu machen.“ Eigentlich könnte man alles, was essbar ist, in Eis umwandeln, ist der Fachmann überzeugt. Eis sei ein dankbares Produkt, dem man seinen eigenen Stempel aufdrücken könne. „Damit kann man sich auch sehr gut von der Konkurrenz abheben“; betont Tonini. Wenn es heiß ist, verkaufen er und seine Kollegen am meisten Fruchteis. „Aus 100 Prozent Früchten, ohne Zusatzstoffe und garantiert kalorienarm“, betont der Kenner. Wird’s kälter, ist Milcheis angesagt. Dann will er auch seine neueste Schöpfung – Schoko mit Tequila auf Milcheisbasis ins Sortiment. „Wir haben drei Wochen lang daran probiert“, erinnert er sich schmunzelnd an die Testphase. „Aber es kommt nur in die Kühltheke, was uns selber schmeckt.“ Dort bleibt eine Sorte etwa ein bis zwei Wochen, bevor sie durch eine andere ausgetauscht wird. Aber was sich bewährt hat, kommt in regelmäßigen Abständen immer wieder, verspricht Cristian Tonini.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.