Reisen

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Ein Wochenend-Trip nach Paris im Januar 

Paris im Januar erleben
Blick über das Dächermeer von Paris

Paris im Januar – eine gute Idee oder ein Wahnsinnstrip? Da man meiner Meinung nach diesen Monat getrost aus dem Kalender streichen könnte, waren mein Schatz und ich uns sicher, dass ein Städtetrip zu dieser Zeit eine wahnsinnig blöde Idee ist.
Schließlich ist die Weihnachtszeit gerade vorbei, Silvester ebenfalls und eigentlich heißt es in den meisten Fällen: zurück zur Arbeit. Rechnungen müssen bezahlen werden: Strom, Heizung, Auto-Versicherung...
Die Weihnachtsdekoration muss weggepackt werden.
Es regnet oder schneit und außerdem ist es zu kalt – ganz egal, was die Meteorologen über die Erderwärmung sagen.
Und wieso gibt es keine Adventskalender für Januar? Da braucht man sie doch viel dringender.
Mit anderen Worten: im ersten Monat des neuen Jahres gibt es so gut wie gar nichts auf das man sich freuen kann.

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Kein angenehmer Zeitgenosse, dafür aber ein genialer Chronist: Ulrich Richental

Er ist Sohn von Beruf, geldgierig, steckt seine Nase überall hinein, und er hält auf Zucht und Ordnung in Konstanz. Also nicht gerade ein Sympathieträger. Dennoch lockt Ulrich Richtental Besucher an, mehr noch: Er beschäftigt, ja fasziniert sie – und das, obwohl er schon seit gut sechs Jahrhunderten tot sein dürfte. Allerdings wird das von Richental selbst vehement bestritten. Er sei nur wegen seiner vielen Gläubiger offiziell verstorben.

Unangenehmer Zeitgenosse, aber genialer Chronist
Sympathie her oder hin: Wenn Henry Gerlach in sein historisches Gewand schlüpft und während einer historischen Stadtführung als Ulrich Richtental vom Konstanzer Konzil und dem Leben in der Stadt zur damaligen Zeit erzählt, sind wir, sein Publikum, mucksmäuschenstill. Zwischenrufe? Gibt’s nicht, würde der Konzilexperte auch nicht dulden. Schließlich ist es seine Zeit, sein mittelalterliches Konstanz, dass er durch seine Schilderungen wieder lebendig werden lässt. Hier in der Altstadt kennt er sich bestens aus, auch wenn vereinzelt historische Bauten moderneren Bausünden weichen mussten. So erbost sich der Chronist über Häuser, deren Treppenhäuser an der Außenfront angebracht sind. „Alles neumodische Sitten, die es zu meiner Zeit nicht gegeben hätte.“

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Keine gastliche Stadt, dieses Konstanz – oder scheint es nur am Reisevermittler Expedia zu liegen, dass die Aussicht auf Unterkunft schlecht ist?

Okay, die Frist von 48 Stunden ist verstrichen ohne eine Reaktion von Expedia auf meine Reklamation. Eigentlich habe ich gar nicht anders erwartet nach der ausgiebigen Lektüre etlicher enttäuschter Expedia-Kunden im Internet. Der Reise-Vermittler hat uns und viele andere schlichtweg verarscht. Das scheint die Masche von Expedia zu sein. Mein Fazit lautet: MERKEN & MEIDEN

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Das erste Mal in New York, das erste Mal Übernachten mit AirBnB. Lust auf diese Erfahrung "Zuhause in fremden Betten" haben mir die Reportagen des Blogs "Josieloves" gemacht, deren Weltreise vergangenes Jahr ich als stille Leserin begleiten durfte.
Die einzige Hürde, um bei AirBnB mitmischen zu dürfen, ist die erste Anmeldung, die über die Verfizierung noch etwas aufwendig ist. Aber eben jene Verifizierung der eigenen Person gibt einem von Anfang an ein gutes Gefühl. Das Suchen der "passenden" Wohnung auf dem Online-Portal macht riesig Spaß. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, in fremden Wohnungen virtuelles Mäuschen spielen zu können.
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Unser "Juwel" haben wir mitten in Chelsea gefunden. Das Buchen der Unterkunft für 5 Tage klappte einfach und schnell. Die Kontaktaufnahme mit J. Aris verlief problemlos, und er gab uns wenige Tage vor unserer Ankunft ganz genaue Anweisungen, so dass wir die richtige Straße auf keinen Fall verfehlen konnten. Unser zehnminütige Weg vom Subway bis zu Haus (by the way: ganz herzlichen Dank an den Erfinder des rollenden Trolleys) führte durch entzückende baumbewachsenene Straßen mit romantischen Treppenaufgängen und typischen Backsteinfassaden, wie man sie aus SATC kennt. Beim Öffnen der Tür waren wir sehr beeindruckt - wir fanden uns inmitten einer Ikea-Idylle wieder - genauso wie wir sie auf den Fotos bei AirBnB gesehen haben. Eine freundliche junge Dame übergab uns die Schlüssel, führte uns durch das sich über zwei Stockwerke erstreckende Apartment, erklärte uns Herd, Kaffeemaschine und Trockner und ließ uns dann in "unserer" Wohnung zurück.
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Zentraler konnten wir wirklich nicht wohnen. Alle NYC-Sehenswürdigkeiten lagen quasi ums Eck. Wenn wir das Haus verließen, mussten wir einfach rechts die Straße hoch, am Ende links um die Ecke biegen und schon standen wir vor dem Hotel Chelsea. Jimi Hendrix und Janis Joplin sind uns dort zwar nicht über den Weg gelaufen, aber es hätte doch gut sein können... Schließlich war das Chelsea Hotel mit seinen schmiedeisernen Balkongeländern DIE Destination bei Künstlern aller Art. Leider wird das im Inneren heruntergekommene Gebäude seit einigen Jahren renoviert - die imposante Außenfront ist aber immer noch ein beeindruckendens Fotomotiv.
Ging man auf der Straße ohne lins abzubiegen noch ein paar Meter geradeaus, stieß man auf das 22-stöckige Flatiron Building. Mit seiner markanten Dreiecksform erinnerte es an ein Bügeleisen (engl. Flatiron), daher der Name. Das Hochhaus bildet den Mittelpunkt des Flatiron Districts mit vielen Restaurants und Läden.
Doch zurück zu unserer Unterkunft: Wir werden in Zukunft wahrscheinlich nur noch mit AirBnB reisen. Nicht nur dass es vom Preis-Leistungs-Verhältnis einfach nicht zu toppen war, wir haben uns einfach rundum wohl gefühlt in unserer gewählten Bleibe!
Fazit: Es ist alles sehr transparent, und das was man auf den Bildern sah und in den Bewertungen las, stimmte absolut! Es gab keine bösen Überraschungen - einfach top!