Archive für den Monat: April 2015

Himbeer- Essig
Für die Sommerküche lohnt es sich, Johannisbeer-Essig zu entdecken und am besten selbst anzusetzen. Er ist ratzfatz gemacht, schmeckt so lecker, dass man ihn pur trinken kann, ist ein raffinierter Begleiter von bunten Sommersalaten, passt aber auch zu mildem Käse sowie zu Eis, Parfaits und Süßspeisen aus dunkler Schokolade.

Und so wird's gemacht:
Rund 600 ml Balasmico-Essig (alternativ Weißwein-Essig) mit 300 g weißem Zucker so lange erwärmen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Dann 500 g (gewaschenen) rote Johannisbeeren (funktioniert auch mit TK-Johannisbeeren) dazugeben und das Ganze für rund 10 Minuten eingekochen lassen.

Als echte Geschmacksbringer gibt man 1 Vanilleschote (etwa Ostmann Bourbon-Vanillie) sowie 3 Sternanise (ebenfalls von Ostmann) dazu. Die Vanille schafft mit ihrem warm süßen Aroma einen Ausgleich zu den säuerlichen Tönen von Johannisbeeren und Essig, während Sternanis noch die typische Anisnote mit ins Spiel bringt.
Mischung immer wieder mal umrühren, damit die Beeren platzen und ihren Saft beziehungsweise Farbe an den Essig abgeben.

Anschließend Vanille und Sternanis rausfischen, den Rest durch ein Tuch filtern und am besten noch heiß in (Bügel-)Flaschen füllen. Der Essig hält sich darin kühl und dunkel gelagert etwa ein Jahr
Mit einem Zweig Zitronenmelisse bzw. einem hübschen Band und Schildchen garniert ist dieser mit Liebe selbst gemachte Gourmet-Essig als nettes Mitbringsel auf alle Fälle ein Hit!

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Jahrelang stand Marianne Anselm aus Willstätt an der Spitze der 20.000 Mitglieder des Landfrauenverbands Südbaden mit 280 Ortsverbänden. Klar, dass der Willstätter Ortsverband da eine große Strahlkraft hatte – und immer noch hat. Dass sich allerdings genau dort ein Grüppchen wackerer, kerniger, nach Gleichberechtigung schreiender Männer zusammengefunden hat, die kurzerhand die »Willstätter Landmänner« gegründet haben, damit hatten die Willstätter Landfrauen nicht gerechnet.

Klar, erregt das Dutzend wackerer Willstätter ein wenig mehr öffentliches Interesse als deren weibliches Pendant. Immerhin dürften die Willstätter Landmänner die einzigen dieser Spezies Mensch in ganz Südbaden sein. Und das kann ganz Südbaden doch wissen?!

Die Willstätter Männer, die übrigens mit Toleranz punkten – schließlich haben sie sich über die jahrhundertelangen ortsteilinternen Vorurteile hinweggesetzt - üben sich unter anderem sogar in hausfraulichen Tätigkeiten. Dazu gehört der feine Butterkuchen von Karl Boldt. Und das hat der gelernte Bäcker perfektioniert - zur Freude seiner Mit-Landmänner und hoffentlich auch der Blog-Leser.

Boldts feiner Butterkuchen
Zutaten für den Teig:
 
500 g Weizenmehl
200 g (lauwarme) Milch
100 g Zucker
100 g Butter
2-3 Eier
1 Würfel Hefe
1 Prise Salz
etwas abgeriebene Schale einer (Bio-)Zitrone
1 Päckchen Vanillezucker
 
Zutaten für den Belag:
 
150 g Zucker (brauner Zucker oder Hagelzucker)
150 g (kalte) Butter(flocken)
1 kleines Tütchen mit Mandelblättchen
 
Zubereitung:
 

Alle Zutaten miteinander zum Teig vermengen. Teig ca. 30 Minuten ruhen lassen, dann auf Backblechgröße auswalzen. Aufs Blech legen. Mit einer Gabel in den Teig Löcher stechen, damit er nachher beim Backen keine Blasen wirft. Nochmals ein bisschen ruhen lassen. Dann den Teig mit Wasser bepinseln. Darauf Mandelblättchen, Zucker und die mit dem Messer in Flocken zerteilte Butter darauf verteilen. Teig im Backofen bei 220 Grad (Ober- und Unterhitze) oder bei 200 Grad (Umluft) ca. 12 - 15 Minuten backen lassen. Blech aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Extra-Tipp: Am besten schmeckt der Butterkuchen lauwarm mit einer Tasse Kaffee oder Kakao.

 
 

Achtung: Wer Vegetarier, zartbesaitet oder beides ist, liest ab hier BITTE NICHT mehr weiter!!!
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Für alle anderen steht heute eine kulinarische Rarität der Willstätter Landmänner auf dem Speiseplan. Wie's sich für rechte Kerle gehört, kochen die sich nämlich Sauköpfe. So in Eckartsweier eim Sattler Hans im Hof an einem Samstagmorgen. Für Traditionelles sind die Willstätter Landmänner immer zu haben - sei es Weihnachtsbrödle backen, Hanauer Bollesupp kochen oder Sauköpfe essen. Gerade letzteres droht in Vergessenheit zu geraten. Hausschlachten ist kaum noch angesagt. So befeuerten die Willstätter Landmänner einen alten Brauch und Rudolf (Rudel) Lutz am Samstag um 10 Uhr den großen Kessel auf dem Hof des Sattler Hans in Eckartsweier.

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Bevor uns der Ostertrubel in die Finger kriegt, verrate ich euch ein schnelles Fitmacher-Rezept, das dem Körper volle Energie liefert. Normalerweise mixe ich diesen Drink, um beim Sport richtig aufdrehen zu können. Aber was beim Training hilft, hilft auch in den kommenden vier Tagen. Am besten jeden Morgen zum Frühstück den Mixer anwerfen - und dann heißt's: Shake it, Baby, shake it!!!

So macht ihrs:
3 Esslöffel Haferflocken, 1 Banane und 3 getrocknete Aprikosen mit 1 Teelöffel Kakao in den Mixer geben. Mit 200 Milliliter fettarmer Milch und 250 Milliliter Wasser auffüllen. Das Ganze ungefähr 5 Minuten einweichen lassen, damit die Haferflocken weich werden. Anschließend 1 bis 2 Minuten gut durchmixen, bis in der Masse keine Stückchen mehr zu finden sind. Am besten wirkt der Shake, wenn ihr ihn etwa 60 bis 90 Minuten vorm Workout trinkt.
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Darum wirkt's:

  • wegen den Haferflocken: Die Muskeln arbeiten am liebsten mit Kohlenhydraten, denn sie gewinnen daraus am schnellsten und einfachsten Energie. Mit ihren komplexen Kohelnydraten sorgen Haferflocken dafür, dass die Energie nach und nach in die Muskelzellen gelangt - das sichert euch eine gleichmäßige Versorgung.
  • wegen der Banane: Die Lieblingsfrucht des Sportlers süßt den Shake und liefert viel Kalium, das über den Schweiß verloren geht. Dies gewährleistet eine intakte Regulation des Flüssigkeitshaushalts. Darüber hinaus ist Kalium an der Weiterleitung von Nervenreizen zum Herzmuskel beteiligt, der optimal arbeiten muss, wenn man intensiv trainieren will.
  • wegen der getrockneten Aprikosen: Auch Trockenfrüchte steuern noch eine beträchtliche Menge Kalium bei. Außerdem enthalten die Aprikosen den Farbstoff Betacarotin - er schützt die Zellen vor Schäden, die beim Sport durch freie Radikale entstehen. Die Kohlenhydrate der Früchte liefern schnell Energie, damit ihr bei eurem Workout voll durchpowern könnt
  • wegen des Kakaos: Er ist nicht gerade als Sportgetränkt bekannt. Allerdings hat eine Studie an der Sporthochschule Köln gezeigt: Die in Kakao enthaltenen Flavanole halten nicht nur die Gefäße geschmeidig, sie steigern auch die Leistungsstärke von Sportlern. Außerdem unterstützt der hohe Zinkgehalt bereits während des Trainings den Aufbau von Muskulatur.
  • wegen der fettarmen Milch: Ein voller Bauch trainiert nicht gut, heißt es. Deshalb muss was Leichtes her. Fettarme Milch etwa eignet sich da bestens: Sie liegt nicht schwer im Magen und enthält mit Calcium einen Mineralstoff, der als Botensubstanz für eine einwandfreie Herzleistung sorgt.